Ein ganz normaler Kreisklassenspieltag.

Ein ganz normaler Kreisklassenspieltag.

Sonntag, 12 Uhr. Auch an diesem Wochenende findet wieder ein Spieltag in der Kreisklasse statt, wie immer ist die Uhrzeit des Treffens für viele zu früh angesetzt. Mit Augenringen, die einen Kampf gegen Klitschko am Vorabend vermuten lassen, schleppen sich manche die Treppe zum Vereinsheim hoch. Andere riechen nach einer Mischung aus Spirituosenladen im Nachbardorf und dem Knoblauch vom „Döner danach“. Gestern war eine besondere Feier, möchte man meinen, aber weit gefehlt. Fußball ist nicht Hauptberuf dieser leidenschaftlichen Kicker. Sie arbeiten und studieren unter der Woche (manche tuen auch nur so) und sind nicht bereit am Samstagabend für ihr Hobby auf die Unternehmungen mit Freunden, dem Tanzen in den Discos, der Ekstase zu verzichten. Während sich die meisten den Kopf haltend über den Vorabend unterhalten, schreibt der Trainer griesgrämig guckend in sein rotes Buch, tituliert mit „Strafenkatalog“. Naiv nimmt man das hin, so schlimm wird der Betrag da nicht sein, vergessen ist der Tag am Anfang der Saison, als die Strafen kundgetan wurden. Später, am Ende der Saison, werden Trainer und Betreuer sich wieder die Hände reiben. Nach „Mallorca könnten wir beide davon fliegen, ohne Probleme“ werden sie sagen.

Pünktlich zwei Stunden vor Spielbeginn ruft der Trainer die Mannschaft rein in die Heimkabine. Dort läuft die „Heißmachmusik“ schon so ohrenbetäubend laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Früher, als wir alle noch jung waren und alles besser war, waren das noch Hits wie „Hells Bells“ oder „Helden und Diebe“ von Großen wie AC/DC und den Toten Hosen. Heute läuft, zum Aufheizen wohl gemerkt, auch mal Rihanna oder Lady Gaga. Wenigstens Helene Fischer und Adel Tawil haben noch keinen Einzug erhalten.

Zurück zum Trainer. Er will ja mit seiner Ansprache beginnen, die Musik muss also aus. Kurzer Blick auf die Musikanlage, alles ausländisch bei den Bezeichnungen. Also muss der Griff zum Stromkabel erfolgen. „Buff“. Der viel zu starke Bass verabschiedet sich, die Stimme des Trainers ertönt. Sein Blick lässt vermuten, dass er die Spielvorbereitung „die, wie wir alle wissen, ja einen Tag vor dem Spiel beginnt“ für nicht allzu gut verlaufen hält und er das nicht honoriert. Doch das bekommt die feierwütige Mannschaft noch früh genug zu hören.

Zunächst einmal die Woche Revue passieren lassen. Dienstag Training mit einer Viertelstunde Warmlaufen – nach Traineruhr wohlgemerkt. Die Traineruhr, scheinbar für jeden mit C-Lizenz in geheimen Läden zu erhalten, ist die einzig subjektive und von der Stimmung abhängige Erfindung ihrer Art. Die Viertelstunde kann umgerechnet in herkömmliche Zeitnahmen zwischen 7:40 Minuten und 23:15 Minuten variieren, gemessen an der Kondition der Mannschaft liegt die wahre Zeit aber bei 30 + Minuten. Das Training Dienstag ging weiter mit Spielen auf eine Spielhälfte mit mehr Ballverlusten als Ballbesitz, Torschuss mit einer Streuung, die selbst Schrotflinten noch zu genauen Waffen macht und den allseits geliebten Sprints, bei denen viele auf einmal Wehwehchen vom Wochenende verspüren. Während einer spontan zur Hüfte greift, hat der andere Dehnungen an Stellen, an denen jeder Sportmediziner keinerlei Kenntnis von Bändern hat, die man sich dehnen könnte. Nach und nach, mit einem Grinsen den Mannschaftskollegen gegenüber versucht man sich vom Platz zu schleichen, um endlich zur heißgeliebten Dusche zu gelangen. Der Trainer poltert, man habe ja bisher auch alle Übungen mitgemacht, also könne man die Sprints nicht weglassen.

Sonntags hat der Trainer seine ganz eigene Meinung zu diesem Training. Nach Wochenenden ohne Punktgewinn fällt die Trainingsbewertung oft schlechter aus als an erfolgreichen Wochenenden, wenngleich die Leistungsunterschiede im Training minimal waren. Er redet über das Donnerstagstraining und bei den ersten beginnt die Aufmerksamkeit nachzulassen. Einige verspüren die Müdigkeit, weil die Wirkung des Energys von der Nacht zuvor nachlässt, andere suchen irgendwo in der Kabine andere interessante Dinge zum Beobachten. Der Trainer kommt zurück zum Spiel.

Das heutige Spiel sei ein Derby, besonders wichtig also für das Prestige der Ortschaften. In dieser Kreisklasse spielen 15 Mannschaften, die eigene inklusive. Keine der anderen Ortschaften liegt weiter als 20 Kilometer entfernt. Was ist also kein Derby? Egal. Dieses ist also besonders wichtig, es werden nicht wie sonst 25 Zuschauer da sein, von denen 12 eher wegen der frischen Luft da sind, sondern es werden mindestens 45 sein. Diesen soll etwas geboten werden. „Beim Derby geht es heiß zur Sache“ ,führt der Trainer fort, da „müsst ihr falten“. Gelächter bricht aus und mündet in eher peinlichem Kichern. Der Trainer sucht Gesichter, die noch ein Grinsen vermuten lassen und spricht namentlich jemanden an, was denn so lustig sei. Keine Antwort. Ob er wohl fighten meint? Unbeirrt führt er fort, man müsse mehr über die Außenbahnen spielen, die Spieler sollten sich „gegenseitig anrufen, wenn sie sich anspielen“. Wieder Gekicher. Telefone nimmt man selbst in der heutigen Second-Life-Zeit nicht mit auf den Platz. Fußball ist, wenn man so will, eine der wenigen noch smartphonefreien Zonen.

Der Trainer kommt zu den Stärken des Gegners. Rötjebumm sei genau wie Rotemütze letzte Woche eine gefestigte Mannschaft. Der schnelle Stürmer sei brandgefährlich und suche immer „den direkten Weg zum Zug“. Dem großen Fragezeichen auf der Stirn der Spieler folgt erneutes Gelächter. Wie der Trainer so erzählt, kann man den Eindruck gewinnen, jeder Spieler vom Gegner habe die Technik eines Lionel Messi und einen Schuss härter als der von Tanne Tarnat damals. Schwächen hat die Mannschaft entweder nicht oder sie werden verschwiegen. Wichtig sei gegen diesen Gegner „dass die hinter uns hinterherlaufen, nicht wir hinter die“. Auch bei einer Führung sei noch lange nichts „in weichen Tüchern“. Jaja, wir werden das Kind schon über den Berg werfen. Das war auf jeden Fall ein Griff in die Hose. Aber egal – Schwamm von gestern. Die Mannschaftsaufstellung folgt. Zur Überraschung aller steht wieder der gleiche Mann im Tor wie letzte Woche, müßig bei dem Überangebot an qualitativ guten Torhütern. Die Abwehrkette…Wie soll man sie beschreiben? Keine Viererkette und keine Dreierkette. Er eine 3,5er-Kette mit verkapptem Libero und drei bärenstarken Manndeckern, die technisch eine Augenweide sind. Meistens im Übrigen die einzigen mit schlicht schwarzen Fußballschuhen. Denn jetzt kommt das Prunkstück einer jeden Kreisklassenmannschaft, zumindest wenn man die Spieler selbst befragt. Das technisch hervorragende, dribbelstarke und schussgewaltige Mittelfeld, in dem leider meistens die Spieler stehen, die konditionell der Abwehr deutlich unterlegen sind. Keine Lokomotiven, eher Anhänger. Nunja…

Die Aufstellung präsentiert der Trainer wie immer von rechts nach links, beginnend mit dem linken Mittelfeldspieler. Verwirrung macht die Runde. Wer spielt denn jetzt wo? „Das kann doch nicht wahr sein, so schwer ist das doch nicht“ entgegnet der Trainer, der sich keiner Schuld bewusst ist. In der Tat ist es nicht schwierig, ist es doch die Aufstellung von letzter Woche, kein Wunder bei einem Kader von 12-13 Mann. Es folgt der einzige Stürmer. Bis hierher präsentieren sich die Schuhe der Spieler bunt wie die Farben des Regenbogens, Neon ist im Trend. Die älteren Spieler schütteln darüber nur den Kopf. Ein letzter Tipp noch vom Übungsleiter: „Wenn man die Grätsche gemacht hat, dann muss man die Grätsche machen.“ Und Ende der Ansprache. Es folgt ein Klatschen der Mannschaft. Unterhaltsam war es, den nötigen Ernst lassen die meisten vermissen.

Die Vorbereitung beginnt, noch 1:40 Std bis zum Spielbeginn. Die Musik ertönt sofort wieder laut, dieses Mal Klingande. Wer jetzt nicht heiß ist, der wird es auch nicht mehr. Irgendwie riecht es seit Beginn des Treffens total merkwürdig in der Kabine und selbst ohne Trainerfauxpax bei der Ansprache grinsten einige Spieler häufiger. Wahrscheinlich meldet die Magen-Darm-Funktion die Verarbeitung einiger gestern konsumierter Toxine. Die Spieler packen ihre Utensilien aus. „Petten“, Schienbeinschoner, Gummibänder für den Knöchel, Gummibänder für die Stutzen, Haarbänder, Schweißbänder, Windstopper, Radlerhosen, es geht hochprofessionell zu. Wie sagte ein ehemaliger Spieler: „Wir können kein Fußball spielen, aber wir sehen wenigstens gut aus“. Zumindest was die Accessoires angeht, kann man das wohl unterschreiben, alles andere überlassen wir an dieser Stelle lieber dem anderen Geschlecht. Manche haben in bester Mario-Götze-Manier überdimensional große Kopfhörer auf, andere fangen nicht mit der Neubekleidung an sondern machen erstmal einen Spaziergang über den Platz. Platzbegehung – das Merken von schlechten Stellen im Rasen damit man nicht rein tritt. Wenn man ehrlich ist, ist es in der Kreisklasse manchmal einfacher, sich die guten Stellen zu merken. Gänseblümchen, Maulwurfshügel, Steine, Stöcker, ein wahres Paradies für jeden Grünen-Wähler. Die Kreidelinien wirken so, als müsse immer der Vortagsvollste abkreiden, mal ist der Platz 49 Meter breit, an anderen Stellen eher 41, aber da lernt man mit der Zeit mit umzugehen. Als alle Spieler auf dem Platz sind, beginnen die mannschaftlichen Rituale. Passübungen, Warmlaufen, Schusstraining. Abschließend kommt der Trainer hinzu: „Ihr 6 spielt jetzt 4 gegen 3.“ Moment – egal.

 

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Kurz vor Anpfiff dann noch der Huddle. Letzte heiß machende Worte des Kapitäns. Die Hälfte der Mannschaft hört zu, die andere Hälfte versteht die Wortwahl des Germanistikstudenten nicht, der wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund seiner Rhetorikstärke zu diesem Amt bestimmt wurde. Egal, mannschaftliche Geschlossenheit gegenüber dem Gegner zeigen. Anpfiff, Pass zurück zum 6er, langer Hafer ins Seitenaus, zustellen. Ganz klassisch, wird von allen Mannschaften so gemacht. Nach weniger als 30 Sekunden kracht es das erste Mal, dass man denkt, der in Mitleidenschaft gezogene steht bestimmt nicht mehr auf, aber unter dem Strich kommt das wirklich selten vor, weil Eisspray wirklich gegen alles hilft und andere Notfallutensilien sowieso nicht zur Verfügung stehen. Nichtsdestotrotz der Spruch des dazueilenden Mitspielers: „ Wir müssen doch alle morgen wieder arbeiten.“ Ein anderer versucht bereits nach 30 Sekunden einen Platzverweis einzufordern, gelb-rot wohlgemerkt: „Der hat doch schon gelb – immer der gleiche mit der 9.“ Dass die 9 gar nicht auf dem Platz steht, ist an dieser Stelle nicht von entscheidender Relevanz. Vorsichtig muss man sein, wenn der Schiedsrichter sich unsicher über die bereits verteilten gelben Karten ist und den Spieler befragt. Es soll der Legende nach schon zu Platzverweisen wegen Lügens gekommen sein.

Der nun folgende Freistoß wird ebenfalls hoch und weit nach vorne geschlagen – denn hoch und weit bringt in der Kreisklasse noch Sicherheit und Sicherheit geht über alles. Vor dem Strafraum kommt es zum Kopfballduell. Eigentlich kein Duell, denn ein Spieler taucht ungefähr zwei Meter unter dem Ball durch, während sich der andere wegdreht und den Ball mit dem Hinterkopf zurück befördert. Er wird nach dem Spiel auf jeden Fall eine Geschichte dazu erzählen können, war es doch einer der kleinsten Spieler auf dem Platz. Nach einer strittigen Szene wenige Minuten später schreien sich die Trainer an, die vermeintlich gefoulte Mannschaft blökt in Richtung Schiedsrichter, die aggressiv eingestiegene mischt auch munter mit: „Hört auf zu weinen ihr Mädchen.“ Brenzlige Szenen werden genau wie völlig unbedrängte schön weit geklärt, die Stürmer werden schon rennen. Die, die besonders weit schießen können, jagen die Bälle auch gerne mal auf die benachbarte Kuhweide oder direkt in den anliegenden Wald. Beim ersten Mal kein Problem. Nachdem der Torwart den Ball ca. 5 Sekunden vergebens gesucht hat, bekommt er den zweiten Spielball und alle Auswechselspieler begeben sich auf die Suche. Wechseln ist jetzt nicht wichtig. Nach dem zweiten Ball in der Botanik wird es problematisch, die Vereine sind nicht so dekadent sich Balljungen oder drei Spielbälle zu leisten. Die Spieler wissen das, weshalb bei einer Führung bevor aufs Tor geschossen wird auch gerne mal der Wald gesucht wird – Zeitspiel ist eine der wenigen taktischen Maßnahmen dieser Klasse, aber sehr wirkungsvoll.

Bei langen Bällen, die wirklich als Pass in die Tiefe angedacht sind, schreit die ganze Abwehr obligatorsisch „Abseits Schiri“, selbst wenn einer in bester Arne Friedrich Manier fünf Meter tief steht. Die Schiedsrichter pfeifen mehr auf Verdacht, manche sehen aufgrund ihrer fortgeschrittenen Tage nicht mehr so gut und begründen ihre Entscheidung mit der nicht abzusprechenden Erfahrung, andere imponieren jedem Spieler, der sich beschwert mit körperlicher Überlegenheit und pfeifen entscheidende Situationen aus einem Bewegungsradius von 3 Quadratmetern rund um den Mittelkreis.
In der zwanzigsten Minute folgt der erste Wechsel, völlig ausgepumpt muss der erste vom Platz. Gründe gibt es diverse. Alkoholkonsum, Kettenraucher, wenig Training, schlimme Verletzungen, die nach der Halbzeit urplötzlich heilen.

Läuft das Spiel dann aber nicht so, wie es die beheimateten Fans für richtig halten, folgen die ersten Kommentare. Neben Bepöbelungen der gegnerischen Mannschaft, hat vor allem die eigene alte Herren immer einen guten Rat parat: „Den hätte ich früher auf dem Bierdeckel ausgenascht, die Plinse. Damals, als unser Verein mit uns allen noch gefürchtet war.“ Bislang ungeklärten Behauptungen zu Folge gab es früher aus Mangel an schlechteren Spielern auch keine Kreisklasse, jeder der älteren Herren spielte nämlich mindestens Landesliga und kann mit dem Fußball von heute gar nichts mehr anfangen. Wenn doch einer eine Schwäche für diesen Fußball besitzt, steht er meistens mit auf dem Platz. Das sind Spieler, die ein Fünftel der Meter der jüngeren hinter sich bringen, die dir aber einen vom Pferd erzählen, dich einlullen und dann auf einmal obwohl sie doppelt so alt sind vor dir am Ball sind und das Ding über die Linie drücken – phänomenal, echte Kreisklassenlegenden von denen man noch viel lernen kann.

Wird es einem der Führungsspieler zu bunt, läuft das eigene Spiel also nicht und die Sprüche von außen nerven, setzt er um die anderen wach zu rütteln auch mal die eingeflogene Herz-Lungen-Grätsche an. Motto ist ja immer gewesen: Entweder Ball oder Gegner, auf keinen Fall beides kommt an mir vorbei. Statt Reue zu zeigen, pöbelt er ohne Unterlass rum, man müsse mehr Einsatz zeigen, die Mannschaft sei tot und das sei ein Haufen …naja egal. Draußen fließt das Bier literweise und in der Halbzeit kommt es nicht selten vor, dass einer der Spieler später in die Kabine kommt, weil er noch eben eine Wurst verhaftet hat, die es beim Dorfgrill gab.

In der Halbzeit geht es weiter mit Floskeln: „ Ihr Bratwürste, vor dem Spiel habt ihr nur geredet, wie toll wir sind und jetzt spielt ihr so eine Karre Mist. Die Wahrheit liegt auf dem Platz, Männer.“ Oder aber wieder ein Lacher in dieser brenzlichen Situation: „Ihr müsst geistLich mal mehr auf der Höhe sein.“ Wichtig das L an dieser Stelle.

Die zweite Halbzeit beginnt und die hohen Bälle fliegen weiter munter über den Platz. Bei einem gehen zwei Spieler der gleichen Mannschaft zwei Schritte Richtung Ball, es bekommt ihn aber keiner, Gegentor. Frei nach dem Motto: „Nimm du ihn, ich habe ihn sicher.“ Der nächste Ball kommt mit Sicherheit nicht durch, dieses Mal gehen aus der Erfahrung heraus nämlich beide zum Ball und hauen sich so unglücklich gegenseitig um, dass das Gelächter von draußen groß ist. Zwischendurch schreien sich der Manndecker und der Trainer so laut und männlich an, dass man zwar kein Wort versteht, aber jeder weiß, dass man in dieser Tiefe nur schreit, wenn es wirklich wichtig war.

Nach dem Spiel hat das Ergebnis eine untergeordnete Rolle, Bier gibt es so oder so. Ob es Frust oder purer Freude, es schmeckt schon wieder. Der Mannschaftsopa kommt nach einem Sieg standesgemäß als letzter in die Kabine, alle sitzen total erschöpft auf den Bänken: „Hey, ist das eine geile Stimmung hier, ich liebe es, wenn ihr so ausrastet.“ Seine Ironie kann er sich sparen, erstmal Luft holen ist die Devise. Kurzerhand greift er zum immer noch vom Trainer gezogenen Stromstecker und macht die Musik an. Dieses Mal Klassiker und Schlager, egal wie das Ergebnis ausfiel. Er steigt auf den Tisch und gibt einen Lapdance zu „Ice ice Baby“ oder „Jump around“ von House of Pain. Jetzt kommen auch die anderen in Fahrt und die Party kann beginnen. Der Trainer kommt herein und zieht wieder den Sticker. „Buuuuh, was soll denn das?“ „Denkt dran Männer, in der Bundesliga, Landesliga und vor allem in der Bezirksliga stehen Mannschaften auf den Abstiegsrängen, die aus unserer Region kommen. Also aus Niedersachen, Braunschweig, Gifhorn Hildesheim. Also, wenn einer von denen absteigt, nein, wenn mehr als drei insgesamt absteigen, dann kann es durchaus einen dritten Abstiegsplatz in unserer Liga geben. Also dann gibt es eine Relegation des Vorletzten unserer Staffel gegen die andere Staffel. Da können wir uns nie sicher sein, wir müssen weiter Gas geben. Häh? Wer steigt wann wie ab? Egal, Musik wieder an, weiter geht’s!

 

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Dienstag Training, Donnerstag Training und Sonntag folgt der nächste Tag, auf den wir uns die ganze Woche freuen. Auch wenn es fußballerisch nicht immer hochklassig ist, es ist ehrlicher und sehr zu liebender Sport mit Momenten, die wir nie vergessen werden.

Die FSV wünscht Euch frohe Weihnachten, ein paar besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

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  • Sybille
    #1 geschrieben von Sybille vor 1 Jahr

    Herzlichen Dank für diesen Bericht!!!
    Ich habe sooo gelacht!! Als „Spielerfrau“ (haha) habe ich den Ablauf einer Fußball-Kreisliga-Karriere genau so erlebt!
    Und lasst Euch eines sagen, Jungs: Gut Fußball spielen müsst ihr nicht, aber gut aussehen!!
    LG aus Dortmund
    S.

  • Ingopedia
    #2 geschrieben von Ingopedia vor 2 Jahren

    Ein Artikel wie ein Fußgelenkspass von Uwe Bein anno ’92 – zum Mit-der-Zunge-schnalzen!!! Leider / zum Glück zu 98% deckungsgleich mit allen anderen Kreisligen Deutschlands. Könnte glatt auf 11Freunde.de stehen.

  • Helgo H.
    #3 geschrieben von Helgo H. vor 2 Jahren

    Oberguardt :O))

  • Franz Beckenbauer
    #4 geschrieben von Franz Beckenbauer vor 2 Jahren
  • Andre
    #5 geschrieben von Andre vor 2 Jahren

    Ehrlich ! Herrlich! Spaßig!
    Daher gerne mehr davon.
    Auch wenn ich gerade an das Fußballspiel bei „Werner“ denken muß. 😀

  • Chrismo
    #6 geschrieben von Chrismo vor 2 Jahren

    Haha… Richtig gut geschrieben! Weiter so…!

  • PUbinho
    #7 geschrieben von PUbinho vor 2 Jahren

    Herrlich! Und so wahr… :)

  • Bruno
    #8 geschrieben von Bruno vor 2 Jahren

    Klasse Bericht. Beschreibt 1:1 den Fußball Alltag in der kreisklasse.

  • David
    #9 geschrieben von David vor 2 Jahren
  • Schwalbe Altendorf
    #10 geschrieben von Schwalbe Altendorf vor 2 Jahren

    Wahre Worte 😉

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