08.11.2013, Liga: Germania Parsau gg. FSV I

Parsau.

Nach dem unglücklichen, kämpferisch aber hervorzuhebenden Spiel gegen den MTV Gamsen am vergangenen Wochenende, stand für die FSV am gestrigen Freitag bereits das nächste Spiel in Parsau auf dem Programm. Der Gegner war ähnlich in die Saison gestartet, sodass unter Flutlicht ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten war.

Das Spiel war bereits einmal verlegt worden und die FSV machte sich um halb 6 auf den Weg Richtung Parsau. Parsau, gelegen zwischen Tiddische und Tülau, war den vielen jungen Spielern der FSV gar nicht bekannt, sodass viele verspätet in dem Ort im Norden Wolfsburgs ankamen. Die weiteste Auswärtsfahrt der Saison.

Schon beim Warmmachen merkten die Spieler der FSV, dass ein kontrolliertes Fußballspiel auf dem matschigen und glitschigen Geläuf kaum möglich sein würde. Der anfangs noch grüne Platz wurde mit jedem Schritt brauner und tiefer. Die FSV musste in dieser richtungsweisenden Partie auf einige Stammkräfte verzichten. Neben dem schon seit längerer Zeit fehlenden Kapitän Daniel Busse fehlte auch der zweite Kapitän Jan Junke. Hinzu kamen noch der erfahrene Fabian Rampas, Lukas Heuser und der erkrankte Robin Krafzig.

Aufstellung: Reschke – Horst – Schubert, Prietzsch, Wahrhausen – Lippe, Helms, Hamidi, Fischer – Brohme, Berwecke

 

Das Spiel begann wie man es erwarten konnte: Zerfahren, ohne Kombinationen über mehrere Stationen. Viel Kampf und viele Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die ersten Minuten. Parsau hatte zunächst mehr Ballbesitz und nach einem Angriff über die linke Seite auch den ersten gefährlichen Abschluss durch einen Fernschuss aus dem Rückraum, der knapp am Pfosten vorbei strich. Die FSV kam schwer ins Spiel, stellte nach anfänglichen Versuchen mit Kurzpässen das Spiel aufzubauen zunehmend auf lange Bälle um. Die erste Chance der FSV hatte Danny Fischer, der auf der linken Seite mit Nils Brohme die Abwehr aushebelte und anschließend mit seiner Schnelligkeit alle überlief und aus halblinker Position zum Abschluss kam. Der Torwart kam gerade noch an den Ball, der Pfosten knallte, dann war die Chance dahin. Bei beiden Mannschaften scheiterte es vor allem an den letzten Pässen in die Tiefe. Parsau hatte immer noch mehr Ballbesitz und ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld. Sie versuchten durch lange Bälle den in der Liga bekannten La Rocca einzusetzen, der mit seiner Schnelligkeit und seiner Ballgewandtheit die Defensive vor einige Probleme stellte. Genau so entstand auch das 1:0. Konter der Parsauer, langer Ball in den Rücken der Abwehr auf La Rocca. Auf der linken Seite stand die Defensive in dieser Szene nicht gut. La Rocca lief alleine auf Lars Reschke im Tor der FSV zu und wurde gerade noch von Michael Horst gestellt, der dieses Mal Libero spielte. In dem Moment, in dem Michael ihn stellte, schoss er aus halbrechter Position hart auf das Tor der FSV und traf den Ball voll. Der leicht flatternde Ball schlug halbrechts im Tor der FSV ein.

Von nun an wurde die FSV klar besser. Bis dato war nicht viel übrig geblieben von der kämpferischen Einstellung der letzten Woche. Immer wieder kam man vor allem durch Patrick Lippe gefährlich vor das Tor der Parsauer. So auch als Christian Helms Patrick bediente, der von rechts außen nach innen zog und den Ball knapp rechts neben das Tor setzte. Parsau hatte der Schnelligkeit der Offensivspieler der FSV nicht viel entgegen zu setzen. Die Gangart wurde rauer. Patrick Lippe startete erneut ein Dribbling über die rechte Seite und konnte von Parsau nur durch ein Foul gestoppt werden. 25 Meter halbrechts vor dem Tor bekam die FSV einen Freistoß zu gesprochen. Nachdem sich Patrick von dem Bodycheck erholt hatte, legte er sich nach 33 Minuten den Ball zurecht und schoss den Ball unhaltbar rechts oben in den Knick. Der Ausgleich. Hatte Parsau bisher noch mehr vom Spiel gehabt, gewann die FSV jetzt immer mehr die Oberhand. Nils Brohme und erneut Patrick Lippe setzten weitere Freistöße knapp am Tor vorbei. Kurz vor der Halbzeit fiel dann aber doch noch die Führung. Rene Wahrhausen fing einen Angriff der Parsauer ab, täuschte eine Flanke aus dem Halbfeld an, ließ den Gegenspieler aussteigen und passte den Ball gekonnt die Linie entlang auf Christian Helms. Christian legte sich den Ball auf der linken Seite auf seinen stärkeren rechten Fuß, zog nach innen, ließ einen Abwehrspieler aussteigen und legte den Ball dann flach in die Mitte, wo Thorben Berwecke schon wartete und zur 2:1-Pausenführung einschoss.

Halbzeit.

In der Halbzeit nahm die FSV sich vor, den Ball auf der anderen Spielhälfte so eindeutig wie möglich in der Abwehr zu klären und vorne auf dem besseren Untergrund Fußball zu spielen. Das gelang die ersten Minuten auch ganz gut. Erneut schickten die Offensivspieler Patrick Lippe auf rechts, der zwei Spieler aussteigen ließ und auf das lange Eck „schampelte“, wie ein erfolgreicher und bekannter Trainer zu sagen pflegt. Der Ball ging denkbar knapp über den Querbalken. Wenig später vergab Patrick aus kurzer Distanz eine weitere Chance. Zu diesem Zeitpunkt hätte er alleine schon vier Tore schießen können. Parsau hatte weiter viel Ballbesitz, aber die FSV die klareren Torchancen.

Genau in diese Phase fiel das 2:2. Der FSV gelang es nicht eine Flanke von der rechten Abwehrseite zu unterdrücken. Bobo Hamidi gewann zwar zunächst das Kopfballduell in der Mitte, köpfte den Ball jedoch kerzengerade nach oben und verlor im Anschluss kurz die Orientierung. Sein Gegenspieler nahm den Ball an und wollte gerade schießen als Michael Horst ihn stellte. Der Parsauer bewies Übersicht und bediente seinen Kapitän links vor dem Tor, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf.

Die FSV war das gesamte Spiel über in der Rückwärtsbewegung zu wenig aggressiv, überließ den Gegenspielern zu viel Platz und hatte wieder viel zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen. Vor allem bei schnellen Tempogegenstößen. Nach vorne entwickelte man jedoch Torchancen für 3 Spiele. Ein langer Abschlag von Lars Reschke sprang hinter dem Parsauer Mittelfeld einmal auf und über die Abwehr. Diese verließ sich auf ihren Torwart, der Ball war jedoch noch weit vor dem Tor der Parsauer. Nils Brohme schaltete blitzschnell und erlief den Ball noch vor dem Strafraum. Mit einem hohen Schuss über den klein gewachsenen Torwart markierte er so das 3:2. Jetzt kam eine Phase im Spiel, in der die FSV das Spiel hätte entscheiden müssen. Zunächst setzte sich Thorben Berwecke gegen zwei Gegenspieler an der Mittellinie durch und lief von links alleine auf das Tor zu. Er scheiterte an dem heraus kommenden Parsauer Torwart. Wenig später überlief Danny Fischer auf links zwei Gegenspieler und flankte von links von der Grundlinie in die Mitte. Die Flanke, die für Thorben Berwecke gedacht war, striff die Latte. Es folgte ein langer Ball von Michael Horst auf Danny Fischer, der von links alleine auf das Tor zu lief und den springenden Ball genau gegen den Körper des immer besser werdenden Parsauer Torwarts schoss. Hätte Danny in dieser Situation flach geschossen oder den quer mitlaufenden Thorben Berwecke bedient, hätte die FSV das Spiel schon entscheiden können.

So wurde es in der Schlussphase nochmal spannend. Patrick Lippe hatte sich in Dribblings aufgerieben und wurde verletzt für David Busse ausgewechselt. David, eigentlich in der zweiten Herren aktiv, war an diesem Spieltag der einzige Auswechselspieler der FSV. Er hielt vorne ein paar Bälle und bekam nach zwei Minuten bereits eine gelbe Karte, weil er sich genau wie alle anderen Spieler der FSV in den Zweikämpfen gegen den Ausgleich stemmte. Christian Helms schleppte sich nach einer Rippenverletzung aus der ersten Halbzeit nur noch über den Platz, war sich jedoch für keinen Zweikampf zu schade und gewann viele davon durch seine immer fairen Grätschen. Nico Schubert bekam Krämpfe und warf sich fünf Minuten vor dem Ende am eigenen Strafraum gerade so für einen ausgespielten Mitspieler in den Schuss des Parsauer Kapitäns. Parsau fiel nicht viel ein gegen die FSV. Immer wieder versuchten sie über die Außenbahnen La Rocca anzuspielen doch Rene Wahrhausen und Danny Fischer stellten diesen in der zweiten Halbzeit weitestgehend kalt. Brenzlig wurde es nur noch in zwei Situationen, in denen jedoch auch Lars Reschke im Tor seinen Beitrag für einen wichtigen Auswärtssieg leistete.

Nach einer letzten hingabevollen Grätsche von Christian Helms pfiff der gute Schiedsrichter das Spiel ab und bescherte der FSV damit den Sieg. Die Freude und Erleichterung waren trotz der Erschöpfung groß und auch die verletzten und fehlenden Spieler meldeten sich sofort nach Abpfiff, weil sie sich über die Brisanz des Spiels bewusst waren.

Das Spiel gegen Gamsen hat die FSV in ihrer Entwicklung nach vorne gebracht. Nicht zuletzt gegen Müden oder Flettmar hat man Spiele wie gestern diese Saison schon verloren. Der Geist bei der FSV war gestern ein anderer. Man half den Mitspielern und legte nach den Spielen gegen Hillerse und Gamsen eine weitere geschlossene Mannschaftsleistung mit viel Herzblut und Einsatz ab.

So kann es bereits morgen im Spiel gegen den SV Kästorf weitergehen, wenn die FSV im nächsten Auswärtsspiel ab 14:00 Uhr um die nächsten Punkte kämpft. Komm vorbei und unterstütz uns!

  • Kalender

    3. Dezember 2020
    • David Busse Geburtstag

    4. Dezember 2020
    • Sebastian Reinecke Geburtstag

    6. Dezember 2020
    • Patrick Wendt Geburtstag

    7. Dezember 2020
    • Sascha Klein Geburtstag

  • Unsere Fans

nach oben